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Eiskalte Engel

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Variationen über Frigidität.  Ich habe festgestellt, dass es sauschwer ist, geil über Frigidität zu schreiben. Ich komme dazu, mich im Social Web abzulenken, was auch was mit dem Thema zu tun hat, denn wer keinen Sex hat, spritzt ins Netz. Ausagieren im Social Web, was im Bett nicht mehr geht.  Dieser Text ist der letzte Müll. Ja, es stimmt, ich bin unzufrieden mit diesem ersten Fragment meines Textes "Ich ficke Svenja Flaßpöhler". Privat und politisch. So in etwa gehört die Struktur und ich will das trennen, denn das Politische pöbelt in den Vergewaltigungsdebatten so sehr rum, dass die Frauen ihre Fragen an die Frigidität nicht stellen. Doch die Frigidität will befragt werden, auf dass sie schmelze und ihre Natur offenbare.  Wie auch immer. Das Private ist schon mal in einer Form, die mir nicht gefällt, aber ich kann nichts tun, außer unzufrieden zu sein. Perfektionismus hat auch was mit Frigidität zu tun. Hypotextualisierung. Das Private  Im Traum fahren wir über Serpentin

Fake it till you make it

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Witzige Dinge tun ist das beste gegen Depression. Das Witzigste, was ich zuletzt gemacht habe, ist mein Web-Projekt „Wabs Blog“ . Liken, wers kennt! Ja, genau, es ist meinem großen und dicken Vorbild Fefe nachempfunden. Ich liebe Fefe, weil er denselben Vornamen wie mein Bruder trägt. Seit Jahren habe ich mit ihm eine Brieffreundschaft, die zuletzt allerdings etwas einschläft, weil wir in unserem Umfeld mehr und mehr Streit über die richtige Auffassung haben. Gleichwohl antwortet er noch manchmal.  Ausgelöst, dass ich das Blog aufsetzte, wurde ich durch einen Bernd, der mich darauf hinwies, dass Linus Neumann, seines Zeichens Pressesprecher des CCC, wieder was Verrücktes getwittert hat. Mich bringt dieser Spaßmacher immer sehr zum Rangieren. Vor Wut pflügte ich innerhalb von zehn Minuten einen neuen Serverblock und ordnete ihm die neu erschaffene Subdomain zu.  Ein Blog im persönlichen Kurzstil von Fefes Blog zu machen, hatte ein anderer Bernd vorgeschlagen, weil ihm meine Kolumnen in

Mit den Russen handeln

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Die Amerikaner sind unzuverlässig, ziehen dich wie es geht über den Tisch – mit den Russen musst du erst mal trinken und von deinen Enkeln erzählen und dann kannst du dich felsenfest auf sie verlassen. Als Freundin des freien Westens überraschte mich diese Aussage meines Freundes von Polizei und Verfassungsschutz. Zwar hatte ich mich schon mal fast erfolgreich bei Russia Today beworben und war beeindruckt von der Geradlinigkeit und Intellektualität meines dortigen Gesprächspartners, gleichwohl ist meine Festlegung klar: wenn ich eine Traumreise machen will, dann natürlich die US-Westküste herunter.  In amerikanischen Universitäten wird modernes Essen erfunden, mit Gentechnik neue Sorten gezüchtet und auch, wenn es mit der Demokratie bei unserem großen Bruder in den letzten Jahren abwärts zu gehen scheint, so wurde doch auch die moderne Demokratie hier praktisch erfunden. Man kann mit ihnen trotz allem am zufriedensten sein. Der Ami ist mein Freund, denn er hat Pferde und Cowboys, er ha

Nicht die Depression ist das Arschloch – du bist es

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Ein schwerer depressiver Schub hat mich zu geistiger Klarheit gebracht. Oder die geistige Klarheit war von einem depressiven Erkennen begleitet. Um dies herauszufinden, hätte ich meditieren müssten, aber ich bin ja nun weder Buddhistin noch Jesuit.  Nun wurde mir klar, warum die Anderen mich hassen: weil ich nicht mehr lache. Depression. Eine ekelhafte Krankheit, die einen zum Arschloch macht. Depressive sind abstoßend und uncool. Sie nerven mit ihrer Zurückhaltung und den vielen abschätzenden Nachfragen. Ein Gespräch wird unmöglich gemacht durch ständige unhörbare und hörbare Durchkreuzungen. Und immer sind die anderen schuld – viele schreiben: "Die Depression ist ein Arschloch". Irrtum! Du bist es.  Nie klappt etwas. Termine werden verpasst und Deadlines gerissen. Technische Probleme en Masse. Nicht mal eine Videokonferenz kann durchgeführt werden, weil man Linux hat. Linux, das depressive Betriebssystem, wenn man es nur aus Coolness-Gründen nutzt und nicht, um seinen Serve

Ich habe die Berndkrankheit entdeckt

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 Ja liebe Kinder gebt fein acht das Internet hat mich nicht fertig gemacht. Eh Menschen vermuten, ich würde mich demnächst suizidieren, möchte ich nur kurz Entwarnung geben. Die einen gehen sieben Jahre nach Tibet, ich ging sieben Jahre aufs Imageboard, und ging nicht mehr weg, weil ich nun mal einen Buchauftrag hatte.  Wer sind diese Trolle? Sind sie Nazis? Warum erleben sie so viel Ablehnung, warum werden sie für gefährlich gehalten – und sind sie es? Lange tappte ich im Dunkeln, da ich nicht über genug Wissen verfügte. Nun kann ich verkünden, die schwierige Gleichung gelöst zu haben.  Der generische Nutzer auf dem größten deutschen Imageboard heißt "Bernd", daher nenne ich die gefundene Krankheit "die Berndkrankheit". Sie hat zwar auch einen ICD-Code und einen Namen, insbesondere der Name ist allerdings so unsympathisch, dass ich ihn vorerst nicht aussprechen mag. Mehr zwischen den Jahren – wie immer auf diesem Kanal. 

Chili-Adventskranz in Deutschlandfarben

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Die Rubrik "Wie wird es besser" ist in diesem Blog für einige Zeit vernachlässigt wurden. Auch Michel Houellebecq, dessen Leben ich bekannterweise nachspiele, widmet sich in seinem neuen Essayband vor allem der Frage, wie es schlechter wird, so dass der Mangel an Lebensverbesserung vermutlich nicht weiter ins Gewicht fällt. An sich sind Hedonismus und Glück keine erstrebenswerten Lebensziele. Dennoch will man ja nicht den Irrsinn aus den Augen blitzen haben, wenn man sich beim Vorstellungsgespräch hinsetzt oder mal zu einer Partei-Veranstaltung geht. Veranstaltungen der SPD fallen zwar üblicherweise unangekündigt aus, aber irgendwann wird auch die Partei der Normalität wieder in der Normalität angekommen sein.  Kaum etwas dient mehr der Lebensverbesserung als die Ergotherapie, im Volksmund "Basteln" genannt. Vorstellungen werden in Wirklichkeit umgewandelt, das schafft Selbstwirksamkeit.  Und weil ich nun mal kein Übermensch bin, sondern mit der einen oder anderen

Wer rettet uns den Frieden, wenn nicht die Mathematik?

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Liebe ohne Leiden gibt es nicht, ansonsten ist sie keine Liebe. Daher auch der Titel des Buchs von Eva Illouz „Warum Liebe weh tut“, das ich leider nicht begriffen habe, genau wie die Bücher zu Borderline, welche ich mir in den letzten Wochen für meine Extremismus-und-Liebesbeziehungen-Forschungen reingeprügelt habe.  Ich muss unter Hass und Ärger leiden, weil ich mir die Falschen ausgesucht habe. Mit den Netzaktivisten hatte ich hauptsächlich Ärger. Frust war auch dabei. Wie die Fliegen haben die mich belästigt, respektlos und dreist. Kennt man von den Berichten über Jacob Appelbaum.  Wir haben einige Evidenz, dass das Internet, Kommunikation im Internet und die Politik des Internet viel mit der Trendkrankheit Borderline zu tun haben. Selbstverletzende Zeugnisse der Schuld, Chaos, Kurzzeitigkeit, Treulosigkeit und antisoziales Verhalten. Kurzum, zersetzende Zustände wie beim StaSi-Verhör.  Ob der jüngste Verflossene mich für eine StaSi-Frau hielt, oder doch eher für eine Frau vom Mos