Ausgeträumt

 Schließ die Türen

Halt die Uhren an

Die Liebe hat mal wieder ausgeträumt

Kein Herz findet das andere.





Ich habe aufgeräumt. Eine Recherche hat ergeben, was ein Schuhregal ist und dass man die Sommerschuhe in den Winterschlaf schicken kann und Vice Versa. Jetzt sieht es in meinem Flur nicht mehr aus "wie in Auschwitz", wie mein Stilberater treffend festgestellt hatte. 

Solche Witze kann ich in Zukunft alleine machen. Eine gravierende Änderung ist eingetreten, die auch auf dieses Blog Einfluss hat. Mein Stilberater hat seine Stilberatung aufgegeben, weil er festgestellt hat, dass er lieber eine irre Neocon-Haterin beraten möchte. Damit muss ich klarkommen, und ich war darauf vorbereitet, weil ich in den letzten Jahren meine Liebesbeziehungen vermehrt mithilfe von sozialpsychologischen Studien organisiere. Sicher ist sicher. 

Wegen der neuerlichen Situation musste ich auch die digitalen Verhältnisse aufräumen. Autorenrechte beseitigen, Accounts trennen und blockieren. Das hat fast einen halben Tag gedauert, wenn man die ganze Zeit zusammenrechnet. Danach und noch vor der Übergabe der physischen Reste der Liebesbeziehung bin ich auf die Seite von Exit Deutschland gegangen, ein geeignetes Umfeld, um die Situation aufzulösen, in die ich mich bewusst und wissend begeben hatte. 

Nun heißt das Blog wieder „Wir waren wie Tiere“, ein Titel, der mir auch für ein gemeinsames Buch mit meinem früheren Stilberater vorgeschwebt hatte, weil er, um ehrlich zu sein, in seiner Sturm-und-Drang-Zeit ein bekannter Rechtsextremist war. Wie schön wäre es gewesen, ein gemeinsames Ausstiegs-Buch zu schreiben, in dem wir wechselseitig von den Erlebnissen in unseren jeweiligen jugendbewegten NSDAPen berichten. Doch die Duisburger Antiimps, Andreas Speit und die Zeitschrift „Bahamas“ haben das verhindert. Eine bittere Realität, für die ansonsten natürlich kein Anderer was kann. 

Der Titel „Taube & Falke“, welcher sich übrigens nicht auf verschiedene Personen oder Tiere bezog, sondern auf das Prinzip „Das eine und das andere gleichzeitig“ zu sein, Krieg und Frieden zu integrieren, bleibt für den Bahncast erhalten. Wenn ich eines Tages in der Lage sein werde, Domain-Namen korrekt weiterzuleiten, dann wird auch https funktionieren. So lange, bis ich gelernt habe, müsst ihr unsicher nach Youtube surfen, wo sich inzwischen drei der innovativen Politik-Podcasts befinden. 

„Wir waren wie Tiere“ bezieht sich selbstverständlich auf die Dummheit des Menschen angesichts der Schöpfung und seine Menschwerdung im Zuge der Selbsterkenntnis. Inspiriert wurde der Name von Daniel Schulzens großartigen Artikel über seine Jugend in Ostdeutschland, Titel "Wir waren wie Brüder", ein Onkelz-Song. Die Domain wurde übrigens am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) registriert. 

Auf „Wir waren wie Tiere“  soll es in Zukunft wie schon in der Vergangenheit um Sport, Extremismus, meinen Server (Diener) und, ja, leckeres Essen und Obst und Gemüse gehen. Sicherlich auch weiter um die tierischen Netzextremist*innen und andere Hatergruppen, die sich allzu sehr von ihren Affekten leiten lassen und damit das Internet und den Diskurs vergiften. Denn wenngleich der starke Focus auf den durch Jordan Peterson leider etwas angestaubten Begriff der Postmoderne von meinem Stilberater inspiriert war, so habe ich auch andere Kontakte, die sich mit Kritik an dieser alltäglichen Desinformation eingemischt haben



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