Fake it till you make it

Witzige Dinge tun ist das beste gegen Depression. Das Witzigste, was ich zuletzt gemacht habe, ist mein Web-Projekt „Wabs Blog“. Liken, wers kennt!

Ja, genau, es ist meinem großen und dicken Vorbild Fefe nachempfunden. Ich liebe Fefe, weil er denselben Vornamen wie mein Bruder trägt. Seit Jahren habe ich mit ihm eine Brieffreundschaft, die zuletzt allerdings etwas einschläft, weil wir in unserem Umfeld mehr und mehr Streit über die richtige Auffassung haben. Gleichwohl antwortet er noch manchmal. 

Ausgelöst, dass ich das Blog aufsetzte, wurde ich durch einen Bernd, der mich darauf hinwies, dass Linus Neumann, seines Zeichens Pressesprecher des CCC, wieder was Verrücktes getwittert hat. Mich bringt dieser Spaßmacher immer sehr zum Rangieren. Vor Wut pflügte ich innerhalb von zehn Minuten einen neuen Serverblock und ordnete ihm die neu erschaffene Subdomain zu. 

Ein Blog im persönlichen Kurzstil von Fefes Blog zu machen, hatte ein anderer Bernd vorgeschlagen, weil ihm meine Kolumnen in diesem Blog zu langatmig und zu verstörend erscheinen. Sich streng an Fefes Blog zu orientieren, hat sich als richtige und wichtige und vor allem als witzige Idee erwiesen. 

Man ersetzt die Dinge und sieht. Bei Wabs Blog Taube und Falke anstatt bei Fefe Alternativlos, als Homebase hier das Flamberghaus und dort die Raumfahrtagentur, als Favicon ein verwirbeltes Kreuz der Rosenkreuzer (Eingeweihte wissen: eine Illuminatus!-Referenz) anstatt bei Fefe das Gruseldreieck der Illuminaten. Begeistert mich insgesamt ungemein. Werde, bis Fefe mich abmahnt, immer wieder lachen müssen.

Nach Freud sind Witze witzig, weil sich in Form der Witzeslust eine Differenz abschüttelt. Hier sind die Differenzen sehr fein. Feine Witze sind für mich also besonders witzig. Möglicherweise geht dies vielen Leuten so und ich bin da nichts Besonderes, jedoch vermag ich dies nicht zu verifizieren, da ich aufgrund meiner schlechten Laune das Buch nicht zu Ende las. 

Seis drum. Es ist nie zu spät.

Tipps für die technische Gestaltung von Wabs Blog hat Fefe bislang nicht gegeben. Auf seiner FAQ kann ich lesen, dass man es wie folgt realisiert:

wie ist es gemacht?

Ich habe eine Blogsoftware in C gehackt, mit dietlibc, libowfat, unter gatling laufend und mit einem tinyldap-Backend.

Natürlich habe ich Fefe schon gefragt, wie man eine Blogsoftware in C# hackt. Wie falsch das war, wie peinlich, habe ich kurz darauf begriffen. C# ist Microsoft-Müll und damit hat Fefe selbstverständlich nichts zu tun. 

C hingegen ist gut, rein, eine der wahrsten Programmiersprachen. Nun muss ich C lernen und dietlibc, libowfat, gatling und tinyldap verstehen. Das wird ungefähr ein halbes Jahr dauern. Bis dahin fake ich herum. Wie mein früherer Bekannter Rop sagte: „Man kann fremde Sprachen einfach mit Mimikry realisieren.“ 

Also Französisch durch Nachmachen. Sein berühmtester Fake ist das nicht. 






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